Erholung und Regeneration

Stressbewältigung nimmt einen immer höheren Stellenwert in der schnelllebigen, lauten und reizintensiven Umwelt ein, in der wir uns heute bewegen. Das gilt für den beruflichen Alltag genauso wie für den privaten, und damit auch für das sportliche Training. Stressbewältigung ist und wird nicht nur plakativ durch die Medien verbreitet ein immer wichtigerer Teil von Gesundheit. Und damit ist für den Bereich des Trainings nicht der Spruch gemeint: das wichtigste am Sport sind die Pausen – wobei da viel Wahrheit dran ist…

Wer zu viel Stress hat, der tut sich in allen Bereichen schwer. Um es an dieser Stelle genauer zu beschreiben: mit dem Wort “Stress” ist eigentlich der “negative Stress” gemeint.

Negativer Stress deshalb, weil nicht jeder Stress gleich empfindet. Die Achterbahnfahrt ist ein Nervenkitzel, den viele Menschen als positiven Stress gerne und immer wieder eingehen, während anderen allein die Vorstellung nach Achterbahnfahren die Schweißperlen auf die Stirn treibt.

Das Auftreten von Stress bedarf daher einer sinnlichen Wahrnehmung, eines stressauslösenden Reizes sowie der Weiterleitung dieses Reizes an die reizverarbeitende Region des Körpers, das Gehirn. Wird der Stress über einen längeren Zeitraum als Belastend empfunden (das wäre sicherlich auch nach 12 Stunden Achterbahnfahren am Stück der Fall), dann folgen Begleiterscheinung auf biochemischer Ebene und u. a. die Ausschüttung von Stresshormonen. Kurzfristiger Stress ist im allgemeinen bei guter körperlichen Gesundheit nicht schädlich, im Gegenteil ist dieser Stress ein wichtiger Bestandteil unserer Geschichte, denn in Bezug auf Alarmsituationen (Kämpfen oder Flüchten?) hat uns früher und kann uns auch heute noch ein Stressauslöser das Leben retten. Langfristig aber kann Stress ein Killer sein!

Kurzfristig Symptome können sein:

  • körperlich: starkes Schwitzen, Atemnot, Übelkeit, Enge in Kehle und Brust (Angina Pectoris), Übersensibilität bei Lärm, Muskelschwäche und Verspannungen, Mangel an Energie, trockener Mund, Magen- und Darmprobleme
  • seelisch: Traurigkeit, Verlustangst, Angst, Müdigkeit, Hilflosigkeit, Gefühl von Leere und Hoffnungslosigkeit, Steigerung des aggressiven Verhaltens, Bewegungsdrang, Gereiztheit, emotionsloses Denken

Langfristig Symptome können sein:

  • körperlich: erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt, emotionale Einschränkung, Durchblutungsstörungen im Gehirn, Abbau von Gehirnmasse, zeitbedingte Impotenz, Haarausfall, Hörsturz, Schwächung des Immunsystems, Gelenkschmerzen, Magnesium und Calciummangel, starker Gewichstverlust oder starkes Übergewicht
  • seelisch: Halluzinationen, Depersonalisation, Vergesslichkeit, Depressionen, verminderte Mimik, verminderte Kreativität, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Geistesabwesenheit, sozialer Rückzug, Traumerlebnisse

Das es Zusammenhänge zwischen Stress und Gewicht gibt ist inzwischen wissenschaftlich hinlänglich erwiesen. So schüttet der Körper unter andauerndem Stress und Ärger unter anderem das sogenannte Stresshormon Cortisol aus, das dann in Ihrem Körper das Ruder übernimmt. Es sorgt dafür, dass die Fettdepots im Körper ständig nachgefüllt werden – sozusagen für schlechte Zeiten…

So entstehend dann auch neben den oben beschriebenen Nebenwirkungen oft lästige Fettpölsterchen. Nicht wenige Frauen sind davon betroffen. Sie können also Ausdauersport und damit die Fettverbrennung noch so intensiv und zielgerichtet richtig betreiben, trotzdem verschwindet das kleine Speckröllchen am unteren Bauch einfach nicht. Ein unangenehmer Nebeneffekt: nicht selten erzeugt gerade dieses Phänomen – ich tue doch wirklich ganz viel, aber es hilft mir einfach nichts – dann Frust und damit neuen Stress.

Versuchen Sie es einfach mal mit weniger Stress und/oder zielgerichtetem Stressausgleich! Wie und ob überhaupt Sie Ihren Stress im beruflichen Alltag in den Griff kriegen wissen Sie selbst am Besten – im privaten Bereich können wir Ihnen beim Ausgleich helfen.

Ein Stressausgleich kann unter anderem durch Saunagänge (aber nicht zu intensiv!), geregelten Ausdauer- und Kraftsport, Massagen oder über Entspannungskurse (die teilweise sogar von Ihrer Krankenkasse bezuschusst oder ganz getragen werden) erfolgen. Ganz bewusst einmal ein paar Stunden abschalten (nicht nur, aber vor allem auch das Handy!), ein geregeltes und zielgerichtetes Sportprogramm, eine Massage zwischendurch – das alles kann dazu beitragen, dass auch der berufliche Stress einfacher verarbeitet werden kann.